Hardenberg: Ein Wechselbad der Gefühle mit versöhnlichem Ausgang

Rozner-Eichmeier-Wilson-Staben-Kirstein-Neuendorf@ProGolfTour

 

Hallo Golffreunde,

 

Das vorletzte Turnier ist vollbracht.

Es reichte am Ende für eine weitere top 10 Platzierung. Leider konnte ich keinen Boden gutmachen auf Antoine Schwarz, der Schlag gleich mit mir den geteilten 7. Platz belegte.

Dadurch bleibe ich zunächst auf dem 2. Platz der Rangliste. Mir bleibt noch mein „Wohnzimmer“ Adendorf, um Antoine noch abzufangen.

 

Zunächst einmal verweise ich auf das Siegerfoto mit 2 ganz besonderen Sportlern und netten Kollegen.

Benedikt Staben gehört zu meinen Kollegen, mit denen ich ganz besonders gerne die Zeit verbringe und mich auch mit ihm für seinen Sieg freue, der ihm nun diese Saison schon zum 2. Mal gelungen ist. Er hat so mit Riesenschritten die Tabelle erklommen. Ihm fehlen nur wenige Punkte für den Aufstieg. Ich drücke ihm die Daumen für den Saisonabschluss. Das mache ich nicht ganz uneigennützig. Schließlich macht es mehr Spaß auch in der kommenden Saison mit guten Bekannten/Freunden auf der Challengetour zu spielen. Also Bene: Hau rein.

Der weitere erwähnenswerte Sportler ist Jan Philip Neuendorf, der den 3. Platz gemacht hat. Auch das ist ein netter Kollege, der nur leider nie seine Leistungsfähigkeit im Turnier umsetzen konnte – aber immer wieder angetreten ist. Nun hat er mit 3 sehr soliden Runden in dieser Saison nicht nur zum 1. Mal den Cut geschafft, sondern gleich um den Sieg mitgespielt. Toll. Hoffentlich ist nun „der Knoten geplatzt“. (fast) Das ganze Spiel findet bekanntermaßen nur im Kopf statt.

Das ist dann auch das Stichwort für meinen Turnierverlauf.

 

An den ersten beiden Tagen haderte ich mit meinem Putter. Es wollte einfach nichts fallen. Selbst „einfache“ Putts aus 1,5 Metern wollten nicht rein. Von den langen ganz zu schweigen. Mir geschah dann aus Unkonzentriertheit auch noch ein Missgeschick aus 50 cm. Zum Glück war das „nur“ die ProGolfTour und nicht Olympia (siehe Haru Nomura aus 20 cm). Es war wieder eine wichtige Erinnerung daran, dass jeder Schlag auf einer Golfrunde im Turnier Ernst genommen werden muss, wenn Du am Ende erfolgreich sein möchtest.

Am dritten Tag habe ich dann auf meinen neuen CALEDONIA – Putter umgestellt. Der ist eigentlich noch nicht ganz fertig gefittet. Aber auf einmal lief es mit dem Putten und dann stimmten auch wieder die Ergebnisse. Ich bin mir noch nicht ganz schlüssig, ob es an meinem Kopf oder dem Putter lag. Caledonia sagt, es sei der Putter. Alles daran ist auf mich und meinen Schwung ausgewogen und eingestellt. Das Ding ist extra für mich gebaut worden. Also wird das auch was ausmachen. Wahrscheinlich ein bisschen von beidem…

Wenn Ihr die Ergebnisse mitverfolgt habt, habt Ihr Euch bestimmt über die 18 und meine anfängliche 7 bzw. spätere 6 gewundert. Zurecht.

Das war auch einer kleinen Unachtsamkeit geschuldet. Beim Ansprechen und Ausholen hatte ich leicht den Ball berührt. Er hat sich bewegt, ist aber mit ganz hoher Sicherheit wieder in seine Lage zurück gegangen. Es war aber keine letzte Sicherheit. So habe ich mir dann eine Strafe dafür gegeben. Erst hieß es 2 Schläge. Das wurde dann aber auf einen korrigiert.

Das hat mich zwar die Führung in der Rangliste gekostet und den Schlag, der zur Überholung von Antoine nötig gewesen wäre. Aber ich hatte überhaupt keine Lust auf diese Unsicherheit, ob es nun genau die gleiche Position war oder einen Millimeter weniger. Diese Unsicherheit wiegt im Zweifel am Ende im weiteren Turnierverlauf schwerer als der eine Strafschlag. Zumindest habe ich mir die virtuelle „Fairnessnadel“ angesteckt…

Die letzte Runde war dann auch nochmal richtig spannend und hat auch Spaß gemacht. Das Eagle gab mir guten Auftrieb und viel Selbstvertrauen, das dann auch über die Runde anhielt. Die 18 war nicht meine Bahn. War dann aber in der Gesamtbilanz o.k. Der Platz hat es in sich, was sich an den insgesamt durchwachsenen Ergebnissen eindrucksvoll widerspiegelte.

 

Die Deutschen Profimeisterschaften in St. Leon Roth wollte ich erst mitspielen und war auch schon angereist. Allerdings bekam ich dann „Rücken“ und habe zurück gezogen. Die ProGolfTour hat Vorrang und ich wollte mich ärztlich untersuchen lassen und auskurieren. Danke an Dr. Matthias Winter, der sich um solche kurzfristigen Einsätze dann immer prima kümmert und auch diagnostisch sofort ermöglicht, obwohl ich „nur“ Kassenpatient bin. War nichts schlimmes. Eine Entzündung/Überreizung – aber nichts an Knochen, Nerven oder Knorpeln. Rücken ist – nach der Pause – wieder topfit.

Jetzt gilt die letzte Konzentration dem Abschlussturnier in Adendorf. Das ist für mich auch was Besonderes, da mir dort mein bislang einziger Profisieg gelang und ich dort auch immer gut gespielt habe. Der Platz liegt mir. Es ist dort eine schöne Atmosphäre auf der ganzen Anlage. Ich freue mich darauf – und auf meine Fans, die mich dort wieder begleiten werden.

Ich werde mich auf mein Spiel konzentrieren und am Ende schauen wir dann, wofür es gereicht hat.

Drückt mir die Daumen.

Und Papa: Stell schon mal den Wetteinsatz für den Aufstieg bereit…

Viele Grüße

Euer Julian Kunzenbacher

 

 

 

2 Comments

  1. K-H Westermann

    gratuliere zum Aufstieg!
    Wenn ich es richtig sehe, kannst du ja nicht mehr
    aus den Top 5 herausfallen.
    es sind >5000€ Vorsprung auf Platz 5 der Order of Merit 2016
    so kannst dann ja unbeschwert aufspielen und dir evtl. Platz 1 erkämpfen
    weiter so

  2. Hubert Grimm

    Gratulation Julian hast deine Ziele für dieses Jahr ja verwirklicht. Schade nur dass du dann nächstes Jahr nicht mehr in glashofen- neusass spielen darfst. Ich wünsche dir viel Glück auf der challenge Tour. Haut rein.

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